Förderung 2026 für Photovoltaik und Wärmepumpe: Was für Hausbesitzer in Hessen gilt. Zum Überblick

E-Auto-Förderung: 100.000 Zusagen und Laden mit Solarstrom vom eigenen Dach

E-Auto-Förderung: 100.000 Zusagen und Laden mit Solarstrom vom eigenen Dach

Die neue E-Auto-Förderung hat Anfang Oktober die Marke von 100.000 bewilligten Anträgen erreicht, meldete das Bundesumweltministerium am 5. Oktober 2026. Rund 90 Prozent der Zusagen betreffen reine Elektroautos.

Förderung für private Haushalte mit neuem Elektroauto

Gefördert werden private Haushalte beim Kauf oder Leasing eines neuen Elektroautos, das ab dem 1. Januar 2026 erstmals in Deutschland zugelassen wurde. Anträge sind seit dem 19. Mai 2026 möglich, auch rückwirkend. Das Programm führt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), beantragt wird über das Online-Portal der Förderzentrale Deutschland.

Maßgeblich ist das zu versteuernde Haushaltseinkommen, gemittelt aus den beiden letzten Steuerbescheiden. Die Grenze liegt bei 80.000 Euro. Sie steigt je Kind unter 18 Jahren um 5.000 Euro, für höchstens zwei Kinder.

Bis zu 6.000 Euro je nach Einkommen und Kindern

Für ein reines Elektroauto beträgt die Grundförderung 3.000 Euro. Bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen unter 60.000 Euro kommen 1.000 Euro hinzu, unter 45.000 Euro weitere 1.000 Euro. Je Kind gibt es 500 Euro zusätzlich, für höchstens zwei Kinder. Zusammen sind so bis zu 6.000 Euro möglich.

Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender erhalten eine Grundförderung von 1.500 Euro. Voraussetzung ist bis zum 30. Juni 2027 ein Ausstoß von höchstens 60 Gramm CO2 je Kilometer oder eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern. Für die Zeit danach prüft die Bundesregierung die Förderung noch.

Für das Programm stehen 3 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit. Sie sind für die Jahre 2026 bis 2029 vorgesehen und sollen nach Angaben des Ministeriums für rund 800.000 Fahrzeuge reichen.

Laden mit Solarstrom vom eigenen Dach

Ein Elektroauto braucht je nach Modell und Fahrweise etwa 15 bis 20 Kilowattstunden für 100 Kilometer. Bei 12.000 Kilometern im Jahr sind das rund 1.800 bis 2.400 Kilowattstunden, dazu kommen Ladeverluste.

Jede Kilowattstunde, die vom eigenen Dach direkt ins Auto fließt, ersetzt Strom aus dem Netz. Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis liegt 2026 laut BDEW bei 37,0 Cent je Kilowattstunde. Eine neue Anlage, die jetzt in Betrieb geht, erhält für eingespeisten Strom bis 10 kW 7,70 Cent je Kilowattstunde bei Teileinspeisung. Rechnerisch ist jede selbst genutzte Kilowattstunde damit deutlich mehr wert als eine eingespeiste. Die Kosten der Anlage sind in diesem Vergleich nicht berücksichtigt.

Wie viel Solarstrom im Auto landet, hängt davon ab, wann das Auto zu Hause steht. Eine Wallbox mit Überschussladen startet den Ladevorgang, wenn die Anlage mehr erzeugt, als das Haus gerade braucht. Ein Speicher kann einen Teil des Solarstroms für das Laden am Abend bereitstellen. Im Winter reicht der Solarstrom dafür oft nicht aus.

Wallbox und reduziertes Netzentgelt nach § 14a EnWG

Wallboxen mit mehr als 4,2 kW Leistung, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb gehen, gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Der Netzbetreiber darf ihre Leistung bei drohender Überlastung des Netzes zeitweise begrenzen, eine Mindestleistung von 4,2 kW bleibt erhalten. Im Gegenzug sinkt das Netzentgelt. Welches Modell passt, hängt vom Messkonzept und vom Netzbetreiber ab.

Vor dem Kauf: Förderung und Wallbox prüfen

Prüfen Sie vor dem Antrag die Fördervoraussetzungen beim BAFA. Für die Wallbox prüfen wir Hausanschluss, Zählerschrank und Leitungsweg und melden sie beim Netzbetreiber an. Ist eine Photovoltaikanlage vorhanden oder geplant, stimmen wir Wallbox, Speicher und Energiemanagement aufeinander ab.

Häufige Fragen

Gibt es die E-Auto-Förderung auch für Leasing?

Ja. Gefördert werden Kauf und Leasing neuer Fahrzeuge. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums halten sich beide Varianten bei den bisherigen Zusagen ungefähr die Waage.

Gibt es die E-Auto-Förderung für Gebrauchtwagen?

Nein. Gefördert werden nur neue Fahrzeuge, die ab dem 1. Januar 2026 erstmals in Deutschland zugelassen wurden.

Welches Einkommen zählt bei der E-Auto-Förderung?

Das zu versteuernde Haushaltseinkommen, gemittelt aus den beiden letzten Steuerbescheiden. Diese dürfen höchstens drei Kalenderjahre alt sein.

Reicht Solarstrom im Winter zum Laden des E-Autos?

Meist nur teilweise. Von November bis Februar erzeugt eine Anlage deutlich weniger, dann lädt das Auto überwiegend mit Netzstrom. Ein dynamischer Tarif oder ein Modul nach § 14a kann die Kosten senken, eine Ersparnis ist aber nicht garantiert.

Brauche ich für die Wallbox einen neuen Zählerschrank?

Nicht immer. Das hängt vom Zustand und vom Platz im Zählerschrank ab. Wir prüfen das vor Ort und sagen Ihnen vor dem Auftrag, was nötig ist.

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Mehr zum Thema: Photovoltaik von ONE: Planung, Montage und Inbetriebnahme.

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