Beim Überschussladen lädt das E-Auto mit dem Solarstrom, den das Haus gerade nicht braucht. Kommen zwei Drittel des Ladestroms vom eigenen Dach, spart das bei 15.000 Kilometern im Jahr rund 600 bis 700 Euro.
Ladeleistung folgt dem Solarüberschuss
Eine smarte Wallbox bekommt vom Energiemanagement gemeldet, wie viel Solarstrom gerade übrig ist, und passt die Ladeleistung im Sekundentakt an. Scheint die Sonne, lädt das Auto mit bis zu 11 Kilowatt. Zieht eine Wolke vorbei, fährt die Wallbox herunter. Netzstrom fließt nur, wenn Sie es wollen, etwa weil das Auto morgens voll sein muss.
Rund 600 bis 700 Euro Ersparnis im Jahr
Ein E-Auto mit 15.000 Kilometern Jahresfahrleistung braucht rund 2.500 bis 3.000 Kilowattstunden. Laden Sie zwei Drittel davon mit eigenem Solarstrom, sparen Sie gegenüber dem Netzstrompreis rund 600 bis 700 Euro im Jahr.
Paragraf 14a: reduziertes Netzentgelt für die Wallbox
Wallboxen mit mehr als 4,2 Kilowatt sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach Paragraf 14a. Der Netzbetreiber darf sie bei Engpässen auf 4,2 Kilowatt drosseln, im Gegenzug gibt es ein reduziertes Netzentgelt. Je nach Netzgebiet sind das 110 bis 190 Euro im Jahr als Pauschale oder ein Rabatt von 60 Prozent auf den Arbeitspreis des Netzentgelts. Für die Steuerung ist grundsätzlich ein intelligentes Messsystem vorgesehen, übergangsweise reicht auch ältere Steuerungstechnik.
Wallbox und Wechselrichter müssen zusammenpassen
Für das Überschussladen müssen Wallbox und Wechselrichter dieselbe Sprache sprechen. Fronius Wattpilot, Huawei Smart Charger, Sungrow AC011E und die AlphaESS-Wallbox arbeiten jeweils ohne Zusatzgeräte mit den Wechselrichtern ihres Herstellers zusammen. Wir kombinieren deshalb, wo immer es geht, Wallbox und Wechselrichter aus einer Familie.
Bidirektionales Laden mit der Wallbox
Das Auto als Speicher fürs Haus ist technisch möglich, aber noch nicht flächendeckend: Nur wenige Fahrzeugmodelle können das, und die Netzanschlussregeln werden gerade erst vereinheitlicht. Wer heute eine Wallbox plant, sollte auf eine Variante mit Update-Fähigkeit achten. Mehr Vorbereitung ist derzeit nicht sinnvoll. Stand: Juli 2025.
Häufige Fragen
Reicht eine 11-kW-Wallbox für zu Hause?
Ja. Ein Auto lädt damit in acht Stunden rund 80 Kilowattstunden, also mehr, als die meisten Akkus fassen. 22 Kilowatt brauchen eine Genehmigung des Netzbetreibers und bringen im Alltag wenig.
Muss ich die Wallbox beim Netzbetreiber anmelden?
Ja. Bis 11 Kilowatt ist die Anmeldung eine Mitteilung, darüber eine Genehmigung. Wir übernehmen beides.
Kann ich das E-Auto nachts aus dem Hausspeicher laden?
Technisch ja, aber selten sinnvoll: Der Hausspeicher ist deutlich kleiner als der Autoakku und wäre schnell leer. Wir stellen das Energiemanagement so ein, dass der Speicher dem Haushalt vorbehalten bleibt.
Wie viele Kilometer lade ich an einem sonnigen Tag mit Solarstrom?
Bei einer 10-kWp-Anlage rund 120 bis 180 Kilometer. So viel Reichweite ergeben die 20 bis 30 Kilowattstunden, die im Sommer nach Haushalt und Speicher oft übrig bleiben.
Ab wann braucht eine Wallbox eine Genehmigung?
Bei mehr als 11 Kilowatt. Bis 11 Kilowatt genügt eine Anmeldung beim Netzbetreiber. Als steuerbare Verbrauchseinrichtung wird die Wallbox zusätzlich registriert.
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