Stand: Februar 2025
Eine Wärmepumpe im Winter braucht in sehr kalten Phasen mehr Strom, der Verbrauch steigt aber nicht drastisch. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen sind dafür ausgelegt, selbst bei Temperaturen von bis zu -25°C effizient zu arbeiten.
Wärmepumpen heizen auch bei Minusgraden
In vielen skandinavischen Ländern mit ihren langen, kalten Wintern sind Wärmepumpen längst die dominierende Heiztechnologie. Auch in Deutschland können sie problemlos für eine angenehme Raumtemperatur sorgen, selbst wenn die Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt liegen.
Dass moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen auch bei bis zu -25°C effizient arbeiten, liegt an speziellen Kältemitteln. Sie verdampfen auch bei extrem niedrigen Temperaturen, sodass die Wärmepumpe der Luft weiterhin Wärme entziehen kann.
Außenluft liefert auch bei Kälte die meiste Energie
Die meisten Luft-Wasser-Wärmepumpen beziehen etwa 75% ihrer Energie aus der Umgebungsluft, und das gelingt auch bei tiefen Außentemperaturen. In sehr kalten Perioden steigt der Stromverbrauch zwar an, weil die Wärmepumpe mit der kälteren Außenluft arbeiten muss. Dieser Anstieg ist aber vergleichbar mit den Mehrkosten, die auch eine herkömmliche Gasheizung bei Kälte verursacht.
Der elektrische Heizstab ist in der Praxis weniger relevant als oft angenommen. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts springt er nur bei extremen Temperaturen oder Fehlparametrierungen an und macht weniger als 2% des Gesamtstromverbrauchs aus.
Stromverbrauch im Winter: höher, aber nicht drastisch
Ein weit verbreiteter Mythos rund um Wärmepumpen ist, dass sie im Winter viel mehr Strom verbrauchen. Eine Untersuchung zeigt aber, dass der Stromverbrauch im Winter nicht drastisch steigt, weil die Wärmepumpe ihre Effizienz auch bei niedrigen Temperaturen behält. Damit sie möglichst effizient läuft, muss sie richtig dimensioniert und regelmäßig gewartet werden.
Wer den Strom für die Wärmepumpe selbst erzeugen möchte, findet mehr dazu im Beitrag über die Vorteile von Wärmepumpe und Photovoltaik.
Kostenvorteil der Wärmepumpe gegenüber der Gasheizung
Vergleiche zwischen Wärmepumpen und Gasheizungen zeigen klare Vorteile für die Wärmepumpe, vor allem durch die steigenden CO2-Preise und die zukünftigen Förderungen für Wärmepumpen. Laut Studien sind Wärmepumpen umweltfreundlicher und können langfristig auch finanzielle Vorteile bieten. Bei steigenden Gaspreisen und zunehmenden CO2-Kosten wird die Wärmepumpe als kostengünstige Heizung immer attraktiver.
Prüfen Sie in wenigen Minuten, ob sich eine Wärmepumpe für Ihr Haus lohnt, mit unserem Wärmepumpen-Check und einer persönlichen Beratung.
Mehr zum Thema: Wärmepumpe von ONE: geplant, eingebaut, gefördert.



