Förderung 2026 für Photovoltaik und Wärmepumpe: Was für Hausbesitzer in Hessen gilt. Zum Überblick

Gebäudemodernisierungsgesetz im Kabinett: Wärmepumpe und Gasheizung im Kostenvergleich

Gebäudemodernisierungsgesetz im Kabinett: Wärmepumpe und Gasheizung im Kostenvergleich

Das Kabinett hat am 13. Mai 2026 den Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes beschlossen, der die 65-Prozent-Pflicht für neue Heizungen streichen soll. Mit eigenem Solarstrom kostet Wärme aus der Wärmepumpe rund 3 Cent je Kilowattstunde, mit Gas rund 11 bis 13 Cent.

Der Kabinettsentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz

Das Gebäudemodernisierungsgesetz soll das Gebäudeenergiegesetz ersetzen. Nach dem Entwurf entfällt die 65-Prozent-Pflicht für neue Heizungen, ebenso die Kopplung an die kommunale Wärmeplanung. Gas- und Ölheizungen bleiben im Entwurf zulässig. Neu ist die Bio-Treppe: Ab 2029 sollen neue fossile Heizungen mit einem wachsenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe betrieben werden, zum Start mit 10 Prozent, ab 2040 mit 60 Prozent. Ab 2028 soll zudem eine Grüngas-Quote für die Versorger gelten. Bundestag und Bundesrat müssen sich noch damit befassen. Wie die Eckpunkte vom Februar aussahen, steht im Beitrag zur Reform des Heizungsgesetzes.

Steigende Brennstoffkosten für Gasheizungen

Der CO2-Preis liegt 2026 bei 55 bis 65 Euro je Tonne. Ab 2028 wechselt der Gebäudesektor in den europäischen Emissionshandel ETS 2, so hat es die EU beschlossen. Der Preis entsteht dann am Markt. Kommt die Bio-Treppe wie im Entwurf, fallen zusätzlich Bio-Anteile an, die je Kilowattstunde deutlich teurer sind als Erdgas. Wer heute eine Gasheizung einbaut, bindet sich für 20 Jahre an einen Brennstoff, dessen Preis politisch nach oben gesteuert wird.

Wärmepumpe mit eigenem Solarstrom: Wärme für rund 3 Cent

Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage kostet über 20 Jahre 8 bis 12 Cent je Kilowattstunde. Mit Jahresarbeitszahl 3,5 wird daraus Wärme für rund 3 Cent. Mit Netzstrom im dynamischen Tarif und reduziertem Netzentgelt liegt die Kilowattstunde Wärme bei 6 bis 9 Cent. Gas kostet heute rund 11 bis 13 Cent je Kilowattstunde Wärme, mit steigender Tendenz.

Förderung für den Heizungstausch

Das Gesetz setzt keine Fördersätze. Die Heizungsförderung beträgt bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Sätze, die wir im Beitrag Heizungsförderung ab 21. Juli 2026 erklären. Wer den Tausch plant, stellt den Antrag rechtzeitig, denn der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab Februar 2027 schrittweise. Stand: Mai 2026, Förderung aktualisiert im Oktober 2026.

Häufige Fragen

Was ist die Bio-Treppe im Gebäudemodernisierungsgesetz?

Eine im Entwurf vorgesehene, stufenweise Pflicht, neue Gas- und Ölheizungen mit klimafreundlichen Brennstoffanteilen zu betreiben: 10 Prozent ab 2029, steigend bis 60 Prozent ab 2040.

Fällt die Austauschpflicht für 30 Jahre alte Heizkessel weg?

Nach dem Entwurf ja. Ein funktionierender Kessel darf dann weiterbetrieben werden, wirtschaftlich sinnvoll ist das angesichts steigender Brennstoffkosten aber selten.

Was passiert mit meiner bestehenden Gasheizung?

Nichts. Bestehende Heizungen dürfen weiterlaufen und repariert werden. Die Bio-Treppe soll nach dem Entwurf nur neu eingebaute fossile Heizungen betreffen.

Was ist der EU-Emissionshandel ETS 2?

Ab 2028 werden Brennstoffe für Gebäude und Verkehr europaweit in einen Emissionshandel einbezogen, so hat es die EU beschlossen. Der CO2-Preis bildet sich dann am Markt und dürfte deutlich über dem heutigen Preiskorridor liegen.

Ist eine Hybridheizung ein sinnvoller Kompromiss?

In den meisten Wohnhäusern ist sie bei richtig ausgelegter Wärmepumpe nicht nötig. Eine Hybridheizung kann Spitzenlasten abdecken, bindet aber weiter an fossile Brennstoffe und ist nur anteilig förderfähig.

Wir rechnen Ihnen Gas gegen Wärmepumpe für Ihr Haus durch, mit Ihren Verbräuchen und Ihrem Dach.

Mehr zum Thema: Photovoltaik von ONE: Planung, Montage und Inbetriebnahme und Wärmepumpe von ONE: geplant, eingebaut, gefördert.

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