Förderung 2026 für Photovoltaik und Wärmepumpe: Was für Hausbesitzer in Hessen gilt. Zum Überblick

CO2-Preis 2027 soll bei 55 bis 65 Euro bleiben: Folgen für Öl- und Gasheizungen

CO2-Preis 2027 soll bei 55 bis 65 Euro bleiben: Folgen für Öl- und Gasheizungen

Der Bundestag hat am 15. Oktober 2026 beschlossen, dass der CO2-Preis 2027 wie schon 2026 in einem Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne liegt. Kommt das Gesetz wie geplant, bleiben die CO2-Kosten für Öl- und Gasheizungen stabil.

Bundestagsbeschluss zum CO2-Preis 2027

Mit dem Dritten Gesetz zur Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes soll der Preiskorridor für Heizöl, Erdgas und Kraftstoffe 2027 bei 55 bis 65 Euro je Tonne CO2 bleiben. Ohne die Änderung hätte sich der Preis 2027 an den Auktionspreisen des bestehenden EU-Emissionshandels orientiert. Der Bundestag stimmte mit 303 Ja-Stimmen bei 210 Gegenstimmen und 52 Enthaltungen zu. Als Nächstes befasst sich der Bundesrat mit dem Gesetz.

Der europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr, das sogenannte ETS 2, soll nach aktuellem Stand 2028 starten. Wie hoch der CO2-Preis dann ausfällt, lässt sich heute nicht verlässlich sagen.

CO2-Kosten je Kilowattstunde Gas und je Liter Heizöl

Rechnerisch verteuert der CO2-Preis Erdgas bei 55 Euro je Tonne um rund 1,2 Cent je Kilowattstunde, bei 65 Euro um rund 1,4 Cent. Bei Heizöl sind es rund 17,5 bis 20,7 Cent je Liter. Die Werte enthalten die Mehrwertsteuer. Grundlage sind die Standardwerte der Emissionsberichterstattung: rund 0,18 Kilogramm CO2 je abgerechneter Kilowattstunde Erdgas und rund 2,68 Kilogramm CO2 je Liter Heizöl.

Ein Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden Gasverbrauch trägt damit 2027 rechnerisch rund 240 bis 280 Euro CO2-Kosten im Jahr. Bei 2.000 Litern Heizöl sind es rund 350 bis 415 Euro.

Gasnetzentgelte und Gaspreise zum Jahreswechsel

Nach einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox steigen die Gasnetzentgelte zum Jahreswechsel im Schnitt um rund 3 Prozent. Für ein Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden Verbrauch sind das rechnerisch etwa 19 Euro brutto im Jahr. Verivox erwartet außerdem, dass Gasversorger ihre Preise zum Jahreswechsel um 10 bis 20 Prozent anheben, vor allem wegen gestiegener Großhandelspreise.

Über eine Preiserhöhung muss Ihr Versorger Sie vorab informieren. Dann haben Sie in der Regel ein Sonderkündigungsrecht.

Gebäudemodernisierungsgesetz seit 29. Juli 2026

Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz. Die Vorgabe, dass eine neue Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden muss, ist entfallen. Wer nach dem 29. Juli 2026 in einem bestehenden Gebäude eine neue Öl-, Gas- oder Flüssiggasheizung einbaut, muss aber sicherstellen, dass ein steigender Mindestanteil der Wärme aus Biomethan, Bioöl, biogenem Flüssiggas oder Wasserstoff stammt: 10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035 und 60 Prozent ab 2040. Eine Wärmepumpen-Hybridheizung kann diese Vorgabe unter bestimmten Bedingungen erfüllen.

Für eine Wärmepumpe fällt kein CO2-Preis nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz an. Ihre Betriebskosten hängen vom Strompreis und von der Effizienz im Gebäude ab. Ob sie sich für Ihr Haus rechnet, ergibt sich aus Heizlast, Vorlauftemperatur und Stromtarif. Das rechnen wir vor dem Angebot durch.

Förderfristen für den Heizungstausch

Für Anträge bis einschließlich 31. Januar 2027 beträgt der Klimageschwindigkeitsbonus der KfW 16 Prozent, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Ab dem 1. Februar 2027 sinkt er auf 12 Prozent und danach halbjährlich um weitere 4 Prozentpunkte. Für Anträge ab dem 1. August 2028 entfällt er.

Zum 1. Februar 2027 sinken außerdem die höchstens berücksichtigten Kosten für die erste Wohneinheit von 28.000 auf 27.250 Euro, danach halbjährlich um weitere 750 Euro. Zusammen sind grundsätzlich höchstens 70 Prozent der förderfähigen Kosten möglich. Selbst nutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro können bis zu 80 Prozent erhalten, mit kindergeldberechtigtem Kind unter 18 Jahren bis 40.000 Euro.

Die KfW kündigt zudem für das erste Quartal 2027 einen Wertschöpfungsbonus an. Für Wärmepumpen, die außerhalb der EU und ihrer assoziierten Märkte gefertigt wurden, könnte die Grundförderung dann zum Beispiel auf 15 Prozent sinken. Die Einzelheiten stehen noch aus.

Maßgeblich ist jeweils der Tag des Antrags. Vorher brauchen Sie einen Vertrag mit der erforderlichen Förderbedingung und die fachliche Bestätigung. Mit dem Vorhaben beginnen Sie erst, wenn die Zusage der KfW vorliegt.

Häufige Fragen

Steigt der CO2-Preis 2027?

Nach dem Beschluss des Bundestags bleibt der Korridor 2027 bei 55 bis 65 Euro je Tonne. Der Bundesrat befasst sich noch mit dem Gesetz.

Wie geht es mit dem CO2-Preis ab 2028 weiter?

2028 soll der europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr starten. Der Preis bildet sich dort am Markt. Eine verlässliche Prognose gibt es nicht.

Darf ich noch eine Gasheizung einbauen?

Im Bestand ja. Für neu eingebaute Öl- und Gasheizungen gelten dort ab 2029 aber Mindestanteile an Biomethan, Bioöl, biogenem Flüssiggas oder Wasserstoff. Wie sich die Preise dieser Brennstoffe entwickeln, ist offen.

Zahlen Mieter den CO2-Preis allein?

Nein. Die CO2-Kosten werden nach dem CO2-Kostenaufteilungsgesetz zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt. Bei Wohngebäuden hängt die Aufteilung vom CO2-Ausstoß des Gebäudes je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr ab.

Bis wann muss der KfW-Antrag gestellt sein, damit 16 Prozent Bonus gelten?

Bis einschließlich 31. Januar 2027. Der Einbau darf danach liegen, wenn die Voraussetzungen und Fristen der KfW eingehalten werden.

Wir rechnen Ihre Förderung nach den aktuellen Sätzen durch und liefern die fachlichen Nachweise für Ihren KfW-Antrag.

Mehr zum Thema: Wärmepumpe von ONE: geplant, eingebaut, gefördert.

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