Förderung 2026 für Photovoltaik und Wärmepumpe: Was für Hausbesitzer in Hessen gilt. Zum Überblick

Wärmepumpe und Photovoltaik: Ein Viertel bis ein Drittel des Wärmepumpenstroms vom eigenen Dach

Wärmepumpe und Photovoltaik: Ein Viertel bis ein Drittel des Wärmepumpenstroms vom eigenen Dach

Kombiniert man Wärmepumpe und Photovoltaik, deckt eine 10-kWp-Anlage in einem teilsanierten Einfamilienhaus ohne Speicher knapp 25 Prozent des Wärmepumpenstroms, mit 10-kWh-Speicher gut 35 Prozent. Im Rechenbeispiel mit Speicher stammen rund 3.900 der 8.100 Kilowattstunden Gesamtverbrauch aus der eigenen Anlage.

Rechenbeispiel: Strombedarf der Wärmepumpe

Einfamilienhaus, 150 Quadratmeter, Baujahr 1995, teilsaniert. Heizwärmebedarf rund 15.000 Kilowattstunden im Jahr. Eine Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 3,5 braucht dafür etwa 4.300 Kilowattstunden Strom. Dazu kommen 3.800 Kilowattstunden Haushaltsstrom.

PV-Anlage ohne Speicher

Eine 10-kWp-Anlage erzeugt etwa 9.800 Kilowattstunden. Ohne Speicher deckt sie rund 30 Prozent des Haushaltsstroms und knapp 25 Prozent des Wärmepumpenstroms, vor allem in der Übergangszeit, wenn geheizt wird und die Sonne scheint. Den übrigen Solarstrom speist die Anlage ein.

PV-Anlage mit 10-kWh-Speicher

Mit Speicher steigt die Deckung beim Haushaltsstrom auf etwa 65 Prozent, bei der Wärmepumpe auf gut 35 Prozent. Im Winter hilft der Speicher wenig, weil dann schlicht zu wenig Solarstrom da ist. Im März, April, Oktober und November macht er aber den Unterschied zwischen Netzbezug und Eigenversorgung.

Ersparnis in Euro im Rechenbeispiel

Gesamtverbrauch 8.100 Kilowattstunden, davon mit Speicher rund 3.900 aus der eigenen Anlage. Bei 35 Cent Netzstrompreis sind das rund 1.360 Euro Ersparnis im Jahr, dazu etwa 450 Euro Einspeisevergütung für den Überschuss. Wer die Gasheizung ersetzt hat, spart zusätzlich die Gaskosten von 1.500 bis 1.800 Euro, minus rund 980 Euro für den Netzstrom, den die Wärmepumpe dann noch braucht.

Wärmepumpe steuern mit Energiemanagement und dynamischem Tarif

Eine Wärmepumpe kann Wärme vorhalten. Das Energiemanagement heizt den Pufferspeicher oder das Haus mittags mit Solarstrom leicht vor und lässt die Wärmepumpe abends pausieren. Mit einem dynamischen Stromtarif kommt ein zweiter Effekt dazu: Nachts, wenn Windstrom billig ist, läuft die Wärmepumpe zu 15 statt 35 Cent. Beides zusammen drückt die Netzkosten weiter. Stand: Oktober 2025.

Häufige Fragen

Braucht die Wärmepumpe einen eigenen Stromzähler?

Nicht zwingend. Mit einem gemeinsamen Zähler nutzen Sie den Solarstrom flexibel für Haus und Heizung. Ein getrennter Zähler lohnt nur bei speziellen Wärmepumpentarifen.

Wie groß sollte die PV-Anlage für eine Wärmepumpe sein?

So groß, wie das Dach es erlaubt. Jedes zusätzliche Kilowatt erhöht den Solaranteil am Wärmepumpenstrom, besonders in der Übergangszeit.

Reicht der Solarstrom im Winter für die Wärmepumpe?

Nein, im Dezember und Januar kommt der größte Teil aus dem Netz. Über das Jahr deckt die Anlage aber ein Viertel bis ein Drittel des Wärmepumpenstroms und im Sommer das komplette Warmwasser.

Lohnt sich ein eigener Wärmepumpentarif?

Heute meist nicht. Wärmepumpentarife sind zwar günstiger, verlangen aber einen eigenen Zähler und schließen den Solarstrom für die Heizung aus. Mit reduzierten Netzentgelten nach Paragraf 14a und einem dynamischen Tarif fährt man am gemeinsamen Zähler besser.

Wie groß sollte der Stromspeicher bei einer Wärmepumpe sein?

Etwas größer als ohne Wärmepumpe. Eine Faustregel sind 1,2 bis 1,5 Kilowattstunden je Kilowatt Anlagenleistung, damit auch die Abendstunden mit Heizbetrieb abgedeckt werden.

Wir rechnen Ihr Haus konkret durch, mit Heizlast, Dach und Verbrauch statt Durchschnittswerten.

Mehr zum Thema: Photovoltaik von ONE: Planung, Montage und Inbetriebnahme und Wärmepumpe von ONE: geplant, eingebaut, gefördert.

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