Bei den Steuern für PV-Anlagen gelten zwei Regeln mit unterschiedlichen Voraussetzungen: null Prozent Umsatzsteuer beim Kauf für Wohngebäude und keine Einkommensteuer auf die Einspeisevergütung bis 30 Kilowatt je Wohn- oder Gewerbeeinheit.
Umsatzsteuer: null Prozent beim Kauf von PV-Anlagen
Seit 2023 gilt für Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden der Nullsteuersatz. Bei Anlagen bis 30 Kilowatt gilt diese Voraussetzung ohne weiteren Nachweis als erfüllt. Module, Wechselrichter, Speicher, Montagesystem und die Montage selbst werden ohne Umsatzsteuer abgerechnet. Eine Wallbox gehört nicht zu den begünstigten Komponenten, für sie gilt der reguläre Steuersatz. Der Netto- ist der Bruttopreis, die früher übliche Kleinunternehmer-Frage entfällt.
Einkommensteuer: Befreiung bis 30 kWp
Einnahmen aus der Einspeisevergütung sind für Anlagen bis 30 Kilowatt je Wohn- oder Gewerbeeinheit steuerfrei, insgesamt bis höchstens 100 Kilowatt pro Steuerpflichtigem. Das gilt für Anlagen, die ab 2025 angeschafft oder in Betrieb genommen werden. Für ältere Anlagen auf Mehrfamilienhäusern lag die Grenze bei 15 Kilowatt je Wohneinheit. Es gibt weder eine Anlage EÜR noch eine Gewinnermittlung. In der Steuererklärung taucht die Anlage nicht mehr auf.
Gewerbeanmeldung, Finanzamt und Marktstammdatenregister
Eine Gewerbeanmeldung ist für private Anlagen nicht nötig. Die frühere Pflicht, dem Finanzamt die Anlage über den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zu melden, ist für steuerbefreite Anlagen entfallen. Bleibt nur die Anmeldung im Marktstammdatenregister innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme, das übernehmen wir auf Wunsch.
Steuern bei Vermietung, Gewerbeimmobilien und größeren Anlagen
Für vermietete Objekte gelten die gleichen Grenzen. Die Befreiung bezieht sich auf die Anlage, nicht auf die Nutzung des Gebäudes. Auch Gewerbeimmobilien sind bis 30 Kilowatt je Gewerbeeinheit befreit. Liegt eine Anlage über diesen Grenzen, greift die normale Besteuerung, dafür lassen sich Investition und Betriebskosten absetzen. Ein Steuerberater sollte bei größeren Anlagen früh eingebunden werden.
Dieser Beitrag ersetzt keine Steuerberatung. Er fasst die Rechtslage nach Umsatzsteuergesetz und Einkommensteuergesetz zusammen. Stand: September 2025.
Häufige Fragen
Gilt der Nullsteuersatz auch für den Stromspeicher?
Ja, wenn er zusammen mit der Anlage oder als Ergänzung zu einer bestehenden Anlage geliefert wird.
Welche Steuern gelten für größere PV-Anlagen?
Oberhalb der Grenzen gelten die normalen Regeln: Umsatzsteuer, Einnahmen-Überschuss-Rechnung, dafür Abschreibung. Für Gewerbebetriebe kann das vorteilhaft sein.
Muss ich die PV-Anlage in der Steuererklärung angeben?
Nein, nicht bei steuerbefreiten Anlagen. Es gibt dann weder Einnahmen zu erklären noch Kosten abzusetzen.
Gilt die Steuerbefreiung auch für Speicher und Wallbox?
Die Einkommensteuerbefreiung bezieht sich auf die Anlage insgesamt. Bei der Umsatzsteuer gilt der Nullsteuersatz für den Speicher. Die Wallbox ist keine begünstigte Komponente der Photovoltaikanlage, für sie fällt die reguläre Umsatzsteuer an.
Gilt die Steuerbefreiung auch bei Vermietung?
Ja, an der Steuerbefreiung ändert die Vermietung nichts. Für Anlagen ab 2025 liegt die Grenze bei 30 Kilowatt je Wohneinheit, ein Zweifamilienhaus darf also 60 Kilowatt haben.
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Mehr zum Thema: Photovoltaik von ONE: Planung, Montage und Inbetriebnahme.



