Die Heizungsförderung 2025 läuft für Privatpersonen über den KfW-Zuschuss 458. Grundförderung und drei Boni ergeben für die erste Wohneinheit bis zu 21.000 Euro.
Die vier Bausteine der Heizungsförderung
Die Förderung setzt sich aus einer Grundförderung und drei Boni zusammen. Alle vier lassen sich kombinieren, gedeckelt bei 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Förderfähig sind bis zu 30.000 Euro für die erste Wohneinheit, der Zuschuss kann also bis zu 21.000 Euro betragen.
Grundförderung: 30 Prozent unabhängig vom Einkommen
Wer eine Wärmepumpe oder eine andere förderfähige Heizung in ein Bestandsgebäude einbauen lässt, erhält 30 Prozent der förderfähigen Kosten, unabhängig vom Einkommen und davon, ob das Haus selbst genutzt oder vermietet wird. Voraussetzung ist, dass der Bauantrag des Gebäudes mindestens fünf Jahre zurückliegt.
Klimageschwindigkeitsbonus: 20 Prozent
Selbstnutzende Eigentümer, die eine funktionierende Öl-, Gas-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung ersetzen, bekommen zusätzlich 20 Prozent. Der Bonus soll den frühen Umstieg belohnen. Nach dem aktuellen Fahrplan sinkt er ab 2029 stufenweise.
Einkommensbonus: 30 Prozent
Liegt das zu versteuernde Haushaltseinkommen bei höchstens 40.000 Euro im Jahr, kommen weitere 30 Prozent hinzu. Maßgeblich ist der Durchschnitt der Steuerbescheide des zweiten und dritten Jahres vor der Antragstellung.
Effizienzbonus: 5 Prozent
Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel wie R290 oder mit Erdwärme als Quelle erhalten fünf Prozentpunkte extra. Die Vaillant aroTHERM plus, die wir bevorzugt einsetzen, arbeitet mit R290 und erfüllt die Bedingung.
Rechenbeispiel: Wärmepumpe statt alter Gasheizung
Eine Familie in Langen ersetzt ihre 22 Jahre alte Gasheizung durch eine Wärmepumpe. Die förderfähigen Kosten liegen bei 32.000 Euro, angesetzt werden maximal 30.000 Euro. Grundförderung 30 Prozent plus Klimageschwindigkeitsbonus 20 Prozent plus Effizienzbonus 5 Prozent ergeben 55 Prozent, also 16.500 Euro Zuschuss. Mit Einkommensbonus wäre bei 70 Prozent Schluss, das sind 21.000 Euro.
Reihenfolge: Vertrag, Antrag, Einbau
Zuerst kommt der Vertrag mit dem Fachbetrieb, mit aufschiebender oder auflösender Bedingung, dann der Antrag bei der KfW und erst danach der Einbau. Für den Antrag braucht es eine Bestätigung zum Antrag (BzA) von einem Fachunternehmen oder Energieberater. Nach dem Einbau folgt die Bestätigung nach Durchführung (BnD). Als Meisterbetrieb für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik stellen wir beide Dokumente aus und legen den hydraulischen Abgleich gleich dazu. Stand: März 2025.
Häufige Fragen
Gibt es die Heizungsförderung auch für vermietete Häuser?
Ja, die Grundförderung von 30 Prozent gilt auch für Vermieter. Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus sind selbstnutzenden Eigentümern vorbehalten.
Wann muss der KfW-Antrag gestellt werden?
Nach Vertragsschluss mit Fördervorbehalt und vor Beginn der Arbeiten. Der Vertrag muss eine Bedingung enthalten, die ihn von der Förderzusage abhängig macht.
Wer stellt die Bestätigung zum Antrag (BzA) aus?
Ein Fachunternehmen oder ein Energieeffizienz-Experte. Als Meisterbetrieb für Heizungstechnik übernehmen wir das im Rahmen des Angebots.
Muss die alte Heizung für den Klimageschwindigkeitsbonus noch funktionieren?
Ja, sie muss vorhanden sein, funktionieren und die Anforderungen an das Alter erfüllen, bei Gasheizungen mindestens 20 Jahre. Ein Totalausfall ist keine Voraussetzung.
Wie lange dauert die Förderzusage der KfW?
Bei vollständigem Antrag meist wenige Tage bis zwei Wochen. Ausgezahlt wird, sobald die Bestätigung nach Durchführung und die Rechnungen eingereicht sind.
Kann ich die Heizungsförderung mit einem KfW-Kredit kombinieren?
Ja. Die KfW bietet einen Ergänzungskredit von bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit, der nur zusammen mit einer Zuschusszusage beantragt werden kann.
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