Förderung 2026: Was Hausbesitzer bei Photovoltaik und Wärmepumpe jetzt noch mitnehmen. Zum Überblick

Einspeisevergütung ab Februar 2026: 7,78 Cent, und warum Eigenverbrauch das Fünffache wert ist

Einspeisevergütung ab Februar 2026: 7,78 Cent, und warum Eigenverbrauch das Fünffache wert ist

Die Sätze ab 1. Februar 2026

Anlagen bis 10 Kilowatt: 7,78 Cent bei Überschusseinspeisung, 12,34 Cent bei Volleinspeisung. Anlagenteile von 10 bis 40 Kilowatt: 6,73 Cent. Der Satz gilt für Anlagen, die bis zum 31. Juli 2026 in Betrieb gehen, und bleibt dann 20 Kalenderjahre fest.

Das Rechenbeispiel

Rechenbeispiel mit angenommenen Jahreswerten: 9.800 kWh Erzeugung − 4.500 kWh Eigenverbrauch = 5.300 kWh Einspeisung. Bei 7,78 ct/kWh ergibt das 5.300 × 0,0778 € = 412,34 € Einspeiseerlös. Bei 34 ct/kWh vermeidet der Eigenverbrauch 4.500 × 0,34 € = 1.530 € Strombezugskosten. Investition, Betriebskosten, Speicherverluste und die tatsächliche zeitliche Deckung sind zusätzlich zu berücksichtigen.

Was daraus folgt

Die Anlage wird nicht kleiner geplant, nur weil die Vergütung sinkt, die Modulpreise sind so niedrig, dass zusätzliche Kilowatt auch bei 7,78 Cent Rendite bringen. Aber der Aufbau um die Anlage herum wird wichtiger: Speicher, Warmwasser mit Solarstrom, Wallbox, Wärmepumpe. Jedes dieser Elemente verschiebt Kilowattstunden von der Einspeisung in den Eigenverbrauch.

Bestandsanlagen

Für bestehende Anlagen ändert sich nichts. Der Satz aus dem Inbetriebnahmejahr gilt weiter. Wer freiwillig in die Regeln des Solarspitzengesetzes wechselt, bekommt 0,6 Cent Aufschlag, interessant nur für Anlagen, die ohnehin einen Smart Meter erhalten. Stand: Februar 2026.

Häufige Fragen

Lohnt eine größere Anlage trotz sinkender Vergütung?

Ja. Module sind günstig, und jede zusätzliche Kilowattstunde Eigenverbrauch spart Netzstrom. Die Einspeisung ist nur der Nebenertrag.

Wie wird der Überschuss abgerechnet?

Der Netzbetreiber zahlt in der Regel monatliche Abschläge und rechnet einmal jährlich nach Zählerstand ab.

Wie erhöhe ich den Eigenverbrauch ohne Speicher?

Verbraucher in die Sonnenstunden legen: Waschmaschine, Spülmaschine, Warmwasserbereitung per Heizstab oder Wärmepumpe, E-Auto laden. Ein Energiemanagement erledigt das automatisch.

Was ist der Unterschied zwischen Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad?

Die Eigenverbrauchsquote sagt, wie viel des erzeugten Solarstroms Sie selbst nutzen. Der Autarkiegrad sagt, wie viel Ihres Verbrauchs aus der eigenen Anlage kommt. Ein Speicher hebt beide Werte.

Wie wird die Einspeisung gemessen?

Über den Zweirichtungszähler des Netzbetreibers. Er erfasst Bezug und Einspeisung getrennt. Die Gutschrift erfolgt jährlich, oft mit monatlichen Abschlägen.

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